Kammerjäger

Informationen: Läuse

Was sind Läuse?

Läuse, diese blutsaugenden Parasiten gehören zur Gruppe der Insekten. Sie kommen am Körper und an den Haaren von Menschen vor und ernähren sich dort vom menschlichen Blut. Die am weitesten verbreitete Läuse Art sind Kopfläuse. Der Kopfläuse-Befall wird wissenschaftlich als "Pediculosis capitis" bezeichnet. Weibliche Läuse legen täglich bis zu sechs Eier auf den Haaransatz. Eier, die sich weniger als sechs Millimeter von der Kopfhaut entfernt befinden, schlüpfen so gut wie sicher. Diese Eier werden im Allgemeinen durch Sekrete der weiblichen Laus an die Haare geklebt. Läuse saugen sich mit Blut voll. Durch den Speichel, der beim Saugen entsteht und mit der Haut in Kontakt kommt, entsteht der charakteristische Juckreiz. Während die Kopfläuse auf dem behaarten Kopf leben, siedelt sich die Schamlaus auf den Scham- oder Brusthaaren sowie auf Wimpern und Augenbrauen an. Anzumerken gilt es, dass sich Läuse nur auf Menschen vermehren können.

Wie verbreiten sich Läuse?

Sie haben sich eventuell auch schon gefragt wie sich Läuse eigentlich verbreiten. Diese Blutsauger können weder fliegen noch springen aber sie können kriechen. Sie wandern von einem Kopf zum anderen. Läuse können zum Beispiel über Mützen, Schals, Handtücher und Haarbürsten übertragen werden. Menschen die in Gruppen leben (Kindergarten, Schule, Kaserne), werden daher häufiger von Läusen befallen. Viele Menschen verbergen aus Scham, dass sie Läuse haben, denn es besteht immer noch der Mythos, dass vor allem diejenigen mit schlechter Hygiene unter Läusen zu leiden. Durch ein Verschweigen erhöht sich aber ihre Verbreitung. Dabei können Läuse bei jedem auftreten. Sie sind an den Menschen als Wirt angepasst. Denn sie benötigen ihre regelmäßigen gut temperierten Blutmahlzeiten. Außerhalb des menschlichen Körpers würden sie nur zirka zwei Tage überleben. Nachdem die weibliche Laus ihre Eier durch Sekrete an die Haut geklebt hat, dauert es ungefähr sieben Tage, bis die Eier eine Nymphe hervorbringen. Diese durchläuft drei aufeinanderfolgende Wachstumsschübe, bis sie die Größe einer erwachsenen Laus erreicht. Erwachsene Läuse ernähren sich vier- bis fünfmal am Tag mit Blut. Dort wo sie saugen entstehen kleine, juckende, rote Knötchen. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie die weißen oder braunen Läuse sehen. Ihre Eier (Nissen) sitzen fest an der Seite der Haare. Sie werden die Nissen fühlen, wenn Sie mit den Fingern durch die Haare gleiten. Bei Verdacht auf Läusebefall nehmen Sie einen feinen Kamm und kämmen Sie die Haare über einem weißen Blatt Papier aus.

Woher kommen die Läuse?

Läuse werden durch den direkten Kopf-an-Kopf-Kontakt übertragen, wenn sich Kinder umarmen oder ihre Köpfe zusammenstecken. Die andere Möglichkeit wäre, wenn Hüte, Mützen, Haargummis, Schals, Kämme oder Haarbürsten mit anderen Personen geteilt werden. Filzläuse ("Krabben") werden dagegen durch sexuelle Aktivitäten übertragen. Achtung: Kinder, die sich mit Filzläusen infizierten, könnten die Opfer von sexuellem Missbrauch sein. Filzlausbisse erzeugen kleine, gräulich-blaue Flecken. Filzläuse mit den großen Vorderbeinen ähneln unter dem Mikroskop "Krabben". Sie leben im Genitalbereich ihres Wirts und verursachen häufig einen unangenehmen Juckreiz. Körperläuse legen ihre Eier auf die Kleidung und wandern danach zum Fressen auf den Körper der Menschen. Sie können Krankheiten wie etwa den "lausübertragener Typhus" und Grabenfieber übertragen.

Was kann man gegen Läuse tun?

Wenn Sie selbst Läuse haben oder Ihr Kind darunter leidet, dann gibt es eine Reihe von Behandlungen, um diese blutsaugenden Parasiten effektiv loszuwerden. Sie können auf rezeptfreie Mittel, Produkte aus der Drogerie und Medikamente vom Arzt zugreifen. Um die Biester loszuwerden müssen Sie die Läuse töten und die Nissen vollständig entfernen. Vergessen Sie nicht, alle betroffene Bettüberzüge, Wäsche- und Kleidungsstücke sorgfältig zu waschen und zu reinigen. Informieren Sie auch die Schule oder den Kindergarten. Es sollte sofort geprüft werden, ob es noch weitere Fälle gibt. Zur Behandlung gegen die Kopflaus eignet sich ein Pedikulizid-Shampoo. Nach der Anwendung sollten Sie die Haare zwei Tage lang nicht waschen. Außerdem ist die Nasskammmethode eine bevorzugte Behandlung zur Entfernung von Läusen: Zuerst werden die Haare gewaschen, danach nehmen Sie einen Läusekamm (mit Zähnen die ganz nahe beieinanderliegen) und kämmen Sie die Nissen und Läuse weg. Beginnen Sie am Ohr und bewegen Sie den Kamm nach oben hin bis zum anderen Ohr. Es ist wichtig, dass der Läusekamm fest gegen die Kopfhaut gedrückt wird, denn die Läuse sitzen nah an der Haut. Nach jeder Kämmbewegung sollte der Kamm mit weißen Papiertüchern abgewischt werden. Befinden sich Läuse zwischen den Kammzähnen werden sie mit einem Zahnstocher entfernt. Wenn Sie fertig sind, wiederholen Sie die Prozedur aber beginnen Sie auf der anderen Seite. Sobald der gesamte Kopfbereich sorgfältig durchgekämmt wurde spülen Sie die Haare noch einmal gründlich aus. Danach werden sie mit einem Handtuch abgetrocknet. Saugen Sie die Bereiche in die Läuse gefallen sein könnten gründlich ab. Die gesamte Bettwäsche und Kleidung, die Läusen ausgesetzt war, muss gründlich mit heißem Wasser gewaschen werden. TIPP: Die Läuseeier müssen bei der Erstbehandlung schon komplett zerstört werden, andernfalls könnte es zu einem wiederholten Befall kommen.